Freitag, 14. Februar 2014

Schatulle in Herzform

Zum heutigen Valentinstag habe ich mich an meiner ersten Schatulle versucht.



Als Holz habe ich mich für ein Meranti Brett entschieden.
Das Brett Fand ich beim letzen Besuch bei meinem Holz-Dealer in der Restekiste.
Maße 860x140x27mm


Ich habe das Brett grob in 5 Brettchen von 15x14cm zerteilt.
Vier für die Schatulle eines als Reserve, es kann ja immer mal was schief gehen...

Anschließend habe ich die schönsten 4 Brettchen ausgewählt und Kern an Kern / Splint an Splint
Das ist zwar nicht nötig, ergibt aber mit Glück ein schönes Spiegelmuster nach der Bearbeitung.
Damit ich nachher nichts verwechsele wurde die Reihenfolge mit dem Schreinerdreieck markiert.

Anschließend wurden die mittleren Brettchen verleimt.


Als der Leim gut getrocknet war ging es an die Formgebung, dazu habe ich die Vorlage mit Sprühkleber auf den Block aufgeklebt und er die äußere dann die innere Form mit der Stichsäge ausgesägt.
Auf die gleiche Weise werden der Boden und der Deckel zugeschnitten.


Da ich leider keine eigene Stichsäge besitze, war meine Schwägerin so nett mir eine Leihgabe ihrer Firma zur Verfügung zu stellen. Das die Säge schon recht hart ran genommen wurde zeigte sich leider am Ergebniss.
Trotz deaktivieren der Pendelfuntion und arbeiten mit minimalstem Vorschub wurden die Schnitte nicht annähernd rechtwinkelig.
Bevor der Boden angeleimt wurde, wurden die Innenseiten bis Körnung 240 fertig geschliffen.
Nach dem Verleimen wäre dies mit erheblich mehr Aufwand verbunden.


Da es mangels Splitterschutz zu Ausrissen an den Ober- und Unterseiten kam, klebte ich Schleifpapier mit Hilfe von doppelseitigem Klebeband auf ein ebenes Reststück und plante diese. 
Verwendet habe ich die Körnungen 40, 80, 120 und 180

Nun war es Zeit den Boden anzuleimen.

Na wer kennt noch die Serie "Die dreibeinigen Herscher"? :D

Nachdem der Leim soweit gebunden hatte, wurden die Teile in ihrer entgültigen Position  mit einer Zwinge gesichert. Hier zeigte sich dann nochmal sehr deutlich wie schief die Schnitte waren.


Glücklicherweise habe ich mit gut 2mm Zugabe gesägt, das sollte das Schleifen erleichtern.

Da ich leider keinen Ziehklingenhobel und keinen Bandschleifer besitze um die Form auszuarbeiten, entschied ich mich meine Bohrmaschine mir einem Schleifteller zu versehen.
Die Hebelzwinge erwies sich hier als sehr praktischer Griff und lies sich nach lösen von 1-2 Rasten gut drehen ohne das sich der Deckel verschoben hat.


Die Hebelzwinge erwies sich hier als sehr praktischer Griff und lies sich nach lösen von 1-2 Rasten gut drehen ohne das sich der Deckel verschoben hat.

Ich denke das sieht schon eher nach einem Herz aus.


Als nächstes wurden alle Oberflächen mit dem Exzenter bis Korn 240 geschliffen



Als Gelenk für den Deckel habe ich ein Stück 6mm Alurohr verwendet.
Dieses reicht 20mm weit in den Deckel und wurde im Korpus verleimt.
Leider ist ein kleine Stück an der Innenkannte abgeplatzt.
Das Loch habe ich mit mit einer Masse aus Leim und Sägespänen kaschiert.


Als letzten Schritt kamen noch 2 Schichten Bienenwachs welche nach jeweils 20 Minuten einpoliert wurden.


Fertig und von meiner Frau für "Toll" befunden. ;)





Kommentare:

  1. Hallo Patrick, (irgendwie bin ich mir nicht sicher, ob mein Kommentar gerade "angenommen" wurde, also noch einmal...)

    Das ist ja ein wunderschönes Projekt. Inspiriert mich richtig zum Nachbau. Ich werde das wohl mal Richtung Weihnachten andenken. (Ich fange zwar gerade erst an mit dem Holzwerken so daß ich im Moment noch nicht einmal einen vernünftigen Arbeitstisch habe, aber kommt Zeit...)

    Vielen Dank für die wunderbare Idee!

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  2. Hallo,
    Vielen Dank für dein Feedback.
    Freut mich das du es nachbauen möchtest.
    Es war auch eines meiner ersten Projekte, wenn du Fragen hast melde dich einfach.
    Und wenn es fertig ist, zeige uns doch ein Bild deines Projektes.
    Viele Grüße und frohes Werkeln
    Patrick

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  3. Hallo Patrick, Du sprichst in Deinem Beitrag von Deinem Holz-Dealer... wer ist das denn in der Umgebung von Neuss?

    Bisher habe ich mich da immer beim "Bauhaus" bedient, allerdings hat der örtliche hier anscheinend das bessere Buchenholz momentan nicht im Programm, jetzt muß ich mich schnellstens für Weihnachten noch nach einer Alternative umsehen...

    Viele Grüße!

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    1. Hallo,

      Ich habe das Holz für das Projekt von Jungblut in der Normannenstraße 8-16 bezogen.
      Hüttemann in Düsseldorf ist ebenfalls eine gute Adresse und liefert auch nach Neuss.
      Ein Freund machte mich letztens auf Holzhandel Friederichs in Mönchengladbach aufmerksam, allerdings konnte ich mich dort noch nicht umsehen

      Viel Erfolg mit deinem Weihnachtsprojekt.

      Gruß
      Patrick

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